Liebe Vechtaerinnen und Vechtaer, 

hier sehen Sie meinen Bürgermeister-Fahrplan für die ersten drei Jahre meiner Amtszeit! Für mich ist es selbstverständlich sich als kommender Bürgermeister für eine zukunftsorientierte Familienpolitik, erfolgreiches Wirtschaftswachstum, eine vorrausschauende Stadtentwicklung und ein gutes Zusammenleben zwischen Jung und Alt in einem nachhaltigen und ökologischen Vechta einzusetzen. Dafür stehe ich und dafür werde ich alles tun!

Vechta ist meine Leidenschaft! Wir müssen alles geben, damit Vechta attraktiv für die Menschen vor Ort bleibt und interessant für Fachkräfte von außen wird. Mein Bürgermeister-Fahrplan setzt genau hier an.

Ich will anpacken und verändern und mit ganz konkreten Vorhaben und Projekten an die Arbeit als Bürgermeister von Vechta gehen. Das + nach der 30 bedeutet, dass meine Aufgabe nach dem 30. Punkt nicht endet. Wir müssen uns jeden Tag auf‘s Neue anstrengen, damit es uns in Vechta so gut geht. Das ist ein ständger Prozess, dem ich mich stellen will.

Als Bürgermeister werde ich mich dafür stark machen, dass zügig neues, bezahlbares Bauland und Wohnraum entstehen. Das ist eine große Herausforderung für Vechta, welche sofort angegangen werden muss. Der angespannte Wohnungsmarkt, zu wenig neue Grundstücke und stetig wachsende Bevölkerungsprognosen treffen aufeinander. Ich werde  mich daher mit aller Kraft dafür einsetzen, dass die Stadt weiter zusätzliche Flächen ankauft und Bauland entstehen lässt. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels müssen wir zusätzlichen Wohnraum schaffen, um Vechta attraktiv zu halten. Wir brauchen verschiedene Wohnformen wie Mietwohnungen für Singles und Familien, Reihenhäuser sowie Einfamilienhäuser oder auch Mehrgenerationenhäuser. Das kann nur realisiert werden, wenn wir neben Neubaugebieten auch die zusätzlichen Flächen in der Innenstadt effektiver nutzen und bebauen. Indem wir beim Verkauf von städtischen Grundstücken eine feste niedrige Miete vertraglich mit dem Investor vereinbaren, können wir langfristigen günstigen Wohnraum schaffen. 

Mit der regelmäßigen Anpassungen des Familienbaugeldes gehen wir auf die Lebenslagen der Familien ein.

Vechtas Kita-Gebühren sind entschieden zu hoch und nicht vertretbar. Das muss sich dringend ändern! Gute Kinderbetreuung kostet Geld, das steht außer Frage. Eine so wirtschafts- und geburtenstarke Region wie Vechta muss aber nicht auch noch bei der Gebührenerhebung Spitze sein. Als Bürgermeister und dreifacher Familienvater ist es mir ein großes Anliegen die Familien in Vechta in diesem Punkt zu entlasten. Dazu stehe ich!

Vechtas Schulbezirke müssen im engen Dialog mit den Eltern neu und sinnvoll eingeteilt werden. Ich will verhindern, dass Kinder und Eltern jeden Tag kreuz und quer für den Schulweg durch die Stadt fahren müssen! Auch die Standorte der Schulen müssen hierbei überdacht werden. In einigen Stadtteilen brauchen wir langfristig größere Grundschulen, anderorts können diese möglicherweise auch verkleinert werden. „Kurze Wege für kurze Beine“ heißt hierbei mein ganz persönlicher Grundsatz.

Ob Grundschule, Kindergarten, Krippe oder Großtagespflegestelle – alle müssen einheitlich ausgezeichnet ausgestattet sein. Eltern müssen sich darauf verlassen können, dass jede Einrichtung in unserer Stadt qualitativ gleichwertig und ein sehr guter Ort für die eigenen Kinder ist. Hierbei geht es um die Anzahl der Betreuungs- und Sprachförderkräfte, der Schulsozialarbeit, die digitale Ausstattung sowie weitere schulische Angebote. Um die Lehrkräfte bei bürokratischen Arbeiten zu entlasten will ich die Stunden für Bürokräfte erhöhen. Darüber hinaus werde ich mich dafür einsetzen, dass das „gesunde Frühstück“ in allen Einrichtungen zu einem verlässlichen Angebot wird. Hierbei können wir mit den örtlichen Obstbauern Kooperationen schließen und den Einrichtungen so Obst und Gemüse liefern.

Als Bürgermeister ist mir die Meinung aller Vechtaerinnen und Vechtaer besonders wichtig. Politische Arbeit kann nur dann zum Erfolg werden, wenn man die Ansichten aller Beteiligten kennt und diese auch aktiv in den Entscheidungsprozess mit einbindet. Sollte ich die Wahl zum Bürgermeister gewinnen, wird es ungezwungene und informative Fragestunden im Rathaus in regelmäßigen Abständen geben. Ich halte dies für eines der wichtigsten Instrumente eines modernen Bürgermeisters. Zusätzlich wird es einen Bürgerbriefkasten für Anregungen am Rathaus und im Internet geben. Mir ist Ihre Meinung sehr wichtig! 

Das Betreuungsangebot der unter 3-Jährigen in Vechta muss erweitert werden. Viele Kindertagesstätten, Krippen und Kindergärten haben häufig nur bis zur Mittagszeit geöffnet. Das muss sich ändern und ist für viele Berufstätige nicht mehr zeitgemäß. Ich werde mich daher für ein erweitertes Ganztagsangebot in Vechta einsetzen! Hierzu gehört auch ein flexibles und verlässliches Mittagsangebot. Denn nur so geben wir Eltern eine gute Hilfestellung, um Beruf und Familie optimal gestalten zu können. 

Für Außenstehende ist die Arbeit im Stadtrat nicht immer sofort verständlich. Entscheidungsprozesse und Zuständigkeiten wirken oft nicht transparent und lassen den Eindruck von „geheimer Politik im stillen Kämmerlein“ entstehen. Ich will Bürgermeister werden, um genau das zu ändern und werde mich für mehr Transparenz und Offenheit im Vechtaer Rathaus stark machen. 

Mir ist es wichtig das Rathaus für Jung und Alt zu öffnen und schon in der Schule auf die Arbeit der Verwaltung und des Rates der Stadt aufmerksam zu machen. Um diese Darstellungen zu bündeln, werde ich mich für die Schaffung eines Besucherdienstes für Schulklassen und Gruppen in Vechta stark machen.

Vechtas Stadtbild verändert sich. Das ist auch ein Zeichen von Wandel und Entwicklung. Es ist positiv, dennoch wollen wir unsere Stadt auch morgen noch wiedererkennen. Unsere bisherige Politik in Vechta setzt darauf Veränderungen zuzulassen, damit wir auch morgen noch mithalten können. So soll es auch weiterhin bleiben. Als Bürgermeister will ich jedoch alles dafür tun, dass gerade in markanten Straßenzügen wie die „Große Straße“ unser Stadtbild – der Charme von Vechta – erhalten bleibt! Ich werde mit den Eigentümern das Gespräch suchen und immer dann, wenn Veränderungen anstehen, mit allen Beteiligten sprechen bzw. Absprachen treffen. 

Neben der Schaffung von Wohngebieten muss die Stadt ausreichend Gewerbeflächen bereitstellen. Die Wirtschaft ist der Motor einer Stadt und hat großen Einfluss auf das Zusammenleben und die Entwicklung. Als Bürgermeister will ich dafür sorgen, dass unsere Unternehmen eine Perspektive haben und die nötige Planungssicherheit erhalten. Ich stehe für die Schaffung neuer Gewerbeflächen und setze mich für stabile Gewerbesteuern ein. 

Der Schlüssel zu einem ökologischen und nachhaltigen Vechta liegt in meinen Augen jedoch in der Aufklärung. Wir müssen in den Kindergärten und Grundschulen anfangen für z. B. das Thema „Vermeidung von Plastikmüll“ zu sensibilisieren und hier Grundlagen vermitteln.

Dafür kann und werde ich mich als Bürgermeister einsetzen und stark machen. Im Rahmen von regelmäßig stattfindenden Umweltwochen und konkreten innenstadtnahen Projekten sollen diese Ansätze in Vechta weiter verstärkt werden.

Schwimmen rettet Leben und ist für die selbständige Entwicklung unserer Kinder enorm wichtig. Für mich als Vater und möglicher Bürgermeister ist es daher eine Herzensangelegenheit, dass alle Kinder in Vechta schwimmen lernen. Zurzeit sind die Schwimmkurse hier oft ausgebucht und es gibt sehr lange Wartelisten. Das muss sich ändern! Als Stadt müssen wir genügend Schwimmhallenzeiten bereithalten, die Vereine unterstützen und vielleicht sogar als Stadt bei Engpässen einspringen. Auch unsere Kinderbetreuungseinrichtungen sind hier ein wichtiger Partner, mit denen ich mir Kooperationen mit dem Ziel, dass alle Kinder schwimmen lernen, sehr gut vorstellen kann. Hierfür will ich sorgen!

Ich setzte sehr stark auf das Zusammenleben zwischen Jung und Alt. Mehrgenerationen-Spielplätze sind ein sehr guter Schritt in diesem Bereich. 

Spielplätze sind wichtige Orte im Leben kleiner Kinder. Hier können sie ausgelassen Spielen, Toben und sich entwickeln. Ein gepflegter und gut erhaltener Spielplatz in der Nähe zum eigenen Zuhause trägt zur Lebensqualität junger Familien entschieden bei und sollte unbedingt erhalten bzw. gefördert werden.

In Vechta gibt es aber auch Stadtteile, in denen Spielmöglichkeiten im Freien längst nicht mehr wirklich genutzt werden, weil hier weniger kleine Kinder leben oder die Attraktivität des Spielplatzes in die Jahre gekommen ist. Als Bürgermeister werde ich mich dafür einsetzen, an solch nicht oder wenig genutzten Orten über Mehr-Generationen-Spielplätze nachzudenken. Hier sollen sowohl Eltern mit ihren Kindern, aber auch ältere Menschen und Menschen mit Beeinträchtigung die Möglichkeit haben sich zu treffen und zu verweilen. Neben Spielgeräten für die Kleinen könnten beispielsweise Outdoor-Fitnessgeräte für die Älteren, sowie Boccia-Felder oder Grünflächen mit Sitzmöglichkeiten entstehen.

Als Bürgermeister will ich die Schulwege in Vechta und Langförden sicherer machen. Hierfür möchte ich das Projekt „Schulexpress“ nach Vechta holen, das in anderen Städten und Gemeinden schon sehr erfolgreich angewandt wird. Um die Schulen herum werden sichtbare Stationen eingerichtet.

Hier können sich die Schüler in kleinen Gruppen treffen und anhand gut sichtbarer Markierungen (Fußabdrücken) auf den Fuß- und Radwegen sicher bis zur Schule gehen.

Durch den „Schulexpress“ fördern wir die Selbstständigkeit unserer Kinder und regen gleichzeitig an, dass nicht mehr alle Eltern ihre Kinder mit dem Auto bis vor die Schule bringen. Ein tolles Projekt, bei dem mit relativ kleinem Aufwand eine große Wirkung erzielt werden kann. Weiter steht die Stadt in der Pflicht, ehrenamtliche Schullotsen zu motivieren sowie die Verkehrsknoten und Engpässe so zu verändern, damit die Gefahrenstellen auf dem Weg zur Schule minimiert werden. Wir müssen jetzt anfangen zu handeln und durch bauliche Maßnahmen an besonders stark frequentierten Straßenzügen (wie z. B. Mühlenstraße oder der Telbraker Straße) mehr Sicherheit auf dem Schulweg schaffen.

Vechta braucht zusätzliche Stadtbuslinien. Bisher ist es nicht möglich alle Ecken der Stadt mit dem Bus zu erreichen. In diesem Sinne muss vor allem Langförden mit in das Stadtbusnetz aufgenommen werden. Ein Ausbau der bisherigen Linien würde aber erheblich längere Fahrzeiten mit sich bringen. Wir brauchen daher mindestens eine zusätzliche Linie und sollten uns auch sonst nicht davor verschließen den öffentlichen Personen-Nahverkehr in Vechta weiter auszubauen. Der Stadtbus muss auch sonntags fahren, denn Mobilität kennt kein Wochenende.

Wir haben bereits angefangen, die Haltestellen mit überdachten Wartehäuschen auszustatten. Das wird aus baulichen Gründen leider nicht an jeder Stelle möglich sein, sollte aber dort, wo es möglich ist, auch realisiert werden.

Durch mehr Barrierefreiheit, die wir in allen Planungen berücksichtigen müssen, will ich unsere Stadt zu einem Ort gestalten, wo jeder gut leben kann. Barrierefreiheit ist nicht nur für Menschen mit Beeinträchtigungen wichtig. Senioren und Familien mit Kinderwagen profitieren gleichermaßen davon. Darüber hinaus halte ich die Schaffung eines Beirates der Menschen mit Beeinträchtigung für sinnvoll, damit bei unserem Handeln im Rathaus auch die Sicht der Betroffenen direkt Gehör findet. 

Ich will städtische Pflanzaktionen mit Vereinen durchführen und als Bestandteil der Ferienaktionen veranstalten. Ich stehe für den weiteren Verzicht auf Nutzung von Giften auf öffentlichen Flächen. Nutzung von umweltschonenden Methoden zur Unkrautbekämpfung wie z.B. Wasserdampf sollen konsequent genutzt werden. Öffentliche Grünflächen sollen „blühen“. 

Ich will Informationskampagnen über die Auswirkungen von fehlenden Pflanzen in Vorgärten und Gärten voranbringen und das Erstellen und Aufbauen von Insektenhotels projektbezogen fördern. Die Begrünung von öffentlichen Flachdächern (z.B. Bushaltestellen, Garagen, Schulgebäuden) werde ich fördern, genauso wie die Installation von Solaranlagen auf dem Rathausdach, Schulen oder dem Wasserwerk. Ich will weiterhin die konsequente Umstellung der öffentlichen Beleuchtung auf die LED-Technik umsetzen.

Ich will die Belebung von öffentlichen Orten durch Schaffung von Treffpunkten und Begegnungsstätten wie Stadtteilhäuser, Gastronomie, eingezäunte Hunde- Auslaufbereiche, temporäre Camper-Stellplätzen und Mehrgenerationen-Spielplätze vorantreiben. In der Zitadelle sehen wir, wie gut die Entscheidung war, vor Ort die Strandbar zu etablieren. Zusätzlich beleuchten wir bald die Zitadelle mit LED-Technik komplett aus, damit keine „dunklen“ Ecken mehr existieren. So müssen wir weiter vorgehen und neben einer sozialen Kontrolle auch eine ausreichenden Beleuchtung schaffen. 

Viele empfinden Vechta nicht mehr so sicher, wie es einmal war. Gerade an markanten Orten wie der „Kneipenmeile“ oder in der Zitadelle wurden in der Vergangenheit immer wieder Straftaten begangen. Vor allem abends und in der Nacht kommt es hier immer wieder zu Auseinandersetzungen. 

Die Polizei untersteht der Hoheit des Landes, als Bürgermeister kann ich auf dessen Arbeit daher nicht unmittelbar Einfluss nehmen. Ich werde daher die Präsenz des Ordnungsamtes an diesen „Hotspots“ erhöhen und mich verstärkt für Deeskalation und Prävention einsetzen. Wir müssen mit der Polizei, den Wirten und den Beteiligten im Gespräch bleiben und gemeinsam an einem Strang ziehen.

Das Vereinsleben ist ein sehr wichtiger Bestandteil der Identifikation Vechtas. Vereine leisten einen wichtigen Beitrag für das soziale Leben in unserer Stadt und sind unverzichtbar. Anders als heute brauchen wir eine Vereinsförderung, die schnell hilft. Ich stelle mir einen Fördertopf vor, wo Vereine kleine Beiträge für Projekte unbürokratisch und einfach abrufen können. Denn oft fehlt hier ein kleiner Betrag, der eine große Wirkung haben kann.

Ich setze mich für zentrale digitale Infotafeln in Vechtas Innenstadt ein, um dem Besucher eine Gesamtübersicht über das Angebot in der Großen Straße zu geben und auf kulturelle Veranstaltungen und Aktionen hinzuweisen. Ähnlich wie in großen Einkaufszentren bekommen dann alle Besucher die Möglichkeit, sich schnell und einfach auf einen Blick über das Angebot in der Stadt zu informieren. Das stärkt den Einzelhandel und gibt vor allem auswärtigen Besuchern eine gute Orientierung beim Einkauf in Vechta.

Wie findet der Autofahrer zu einem freien Parkplatz? Neben der bedarfsgerechten Schaffung von weiteren Parkplätzen müssen wir auch alle bisherigen Parkplätze nutzen. Damit auch ortsunkundige Besucher nicht lange durch Vechta irren müssen, brauchen wir hierfür einen digitalen Parkplatzhinweis. Hierfür könnte sich eine App fürs Handy eignen, die freie Parkplätze anzeigt. 

Mit der Möglichkeit per Handy seine Parkgebühren zu entrichten, sind wir schon in das digitale Zeitalter eingetreten und müssen hier jetzt weitere Schritte gehen. 

Vechta kann stolz darauf sein, dass die Universität so erfolgreich ist und auch in Zukunft eine große Bereicherung für unsere Stadt sein wird. Die Uni muss ein neutraler Ort sein und bleiben. Ich werde mich für einen intensiveren Austausch zwischen der Stadt und der Universität stark machen und meine Kontakte nach Hannover und Berlin weiterhin für die Stärkung der Uni einsetzen. 

Gerade bei Themen wie Stadtentwicklung und Kultur sowie der Schaffung eines Gründerzentrums kann es doch nur eine Bereicherung sein, die Forschungsergebnisse der Studierenden u.a. im Fachbereich Gerontologie („Alterwissenschaften“) zu kennen und zu nutzen. Auch bei Fragen, wie wir in Zukunft in unserer Region arbeiten wollen und können, haben wir mit unserer Uni einen exzellenten Partner, den wir mehr und mehr einbinden müssen, um erfolgreich zu sein.

Vechta ist eine moderne, liebenswerte Stadt, in der auch Traditionen und Spaß nicht zu kurz kommen. Mit großen Konzertveranstaltungen und dem Stoppelmarkt sind wir weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Als „Vechtaer Jung“ macht mich das sehr stolz! Auch als Bürgermeister werde ich mich dafür einsetzen, dass wir hier weitermachen und kulturelle Veranstaltung dieser Größenordnung ausbauen. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels ist es wichtig, dass Vechta in der überregionalen Außenwahrnehmung sehr gut dasteht. Auch der Weihnachtsmarkt und Aktionen wie „Summer in the City“ oder die thematischen verkaufsoffenen Sonntage in der Innenstadt tragen zum kulturellen Angebot bei. Bei meinen Terrassengesprächen wurde der Wunsch nach einem ständigen kulturellen Programm deutlich. Wir haben heute schon viele Angebote von Vereinen und auch von der Stadt selbst. Darüber hinaus sollten wir jedoch mitten in der Stadt ein kulturelles Zentrum schaffen, wo sich Vereine oder Schauspielgruppen regelmäßig zentral darbieten können. Die Neugestaltung des Neuen Marktes bietet sich hierfür sehr gut an. 

Barrieren abschaffen beginnt mit Begegnungen. Durch gezielte Projekte, wie zum Beispiel das „Fest der Kulturen“, möchte ich als Bürgermeister immer wieder Menschen zusammen bringen. Gelungene Integration beginnt aber auch bereits in der KiTa, wo unterschiedliche Kinder spielerisch den ungezwungenen Umgang miteinander kennenlernen. Dieses sollte uns ein Vorbild sein, denn ein gelungenes Zusammenleben kann nur unter diesen Bedingungen stattfinden. In diesem Sinne sollten weitere Partner, wie z.B. die Schulen und Vereine mit in die Förderung gezielt einbezogen werden. Über regelmäßige Treffen, durch das Entdecken von Gemeinsamkeiten und durch die Freude an etwas Neuem, können Zusammentreffen Spaß machen und auf diese Weise völlig ‚normal‘ werden. Mein Ziel ist ein nachbarschaftliches Zusammenleben in Vechta aller Kulturen.

Wir brauchen einen festgelegten Anteil an Grünflächen in neuen Baugebieten. Mir ist bewusst, dass Wohnraum und Baugebiete in Vechta immer knapper werden. Natürliches Grün in Form von kleinen Parkanlagen mit Aufenthaltscharakter oder Wäldern sind aber unverzichtbar für unsere Lebensqualität. Es ist daher Aufgabe der Politik, Grünflächen in Vechta zu erhalten oder neu entstehen zu lassen.

Politik ist wichtig und geht uns alle an, dennoch werden viele wichtige Ämter nur von Männern besetzt. Auch im Stadtrat von Vechta ist die Frauenquote sehr gering. Das muss sich ändern! Ich stehe für ein offenes und modernes Vechta und werde mich als Bürgermeister dafür einsetzen, dass die Beteiligung von Frauen im Stadtrat deutlich gesteigert wird. Hierfür müssen wir das Ehrenamt der Ratsfrau familienfreundlicher und interessanter machen z.B. durch andere Sitzungszeiten. Politik darf bei uns keine überwiegende Männersache mehr sein. Politik fängt in den Köpfen an. Wir brauchen dringend mehr Frauen im Stadtrat, dafür stehe ich aktiv ein!

Die Frage, ob wir die Anlieger bei Sanierungen beteiligen, lässt rechtlich derzeit nur zwei Möglichkeiten zu: Entweder behalten wir die aktuelle Satzung bei oder wir schaffen sie ab. Wir können die aktuelle Situation nicht mehr so lassen, wie sie ist. Da erst 2021 zu erwarten ist, dass die nächsten Straßen (Kolpingstrapße und Oyther Straße) veranlagt werden, werde ich als Bürgermeister dem Rat 2020 ein Finanzierungskonzept vorlegen, in dem wir die Sanierung der Straßen in der Stadt Vechta komplett aus dem Haushalt finanzieren können und nicht länger auf Anlieger im Stadtgebiet zurückgreifen müssen. 

Ein Erfolg ist die Umsetzung der flächendeckenden 30er Zonen. Hiermit haben wir den Verkehr gerade in Wohngebieten verlangsamt und sicherer gemacht. Bei der zukünftigen Gestaltung unsere Straßen müssen wir den Fahrradfahrer stärker berücksichtigen. Ich will das Konzept der „Fahrradstraße“ (wie in der Großen Straße) auf die Münsterstrasse erweitern. Die Hauptein- und Ausfahrtsstraßen der Stadt müssen mit baulich abgesetzten Fahrrad- und Fußwegen ausgestattet werden. 

Beim Stadtring und bei den Fahrradwegen muss die Beschilderung verständlich und einheitlich sein. Auf Kontrollen und Verkehrserziehung müssen wir einen größeren Schwerpunkt setzen, damit jeder weiß was richtiges Verhalten im Straßenverkehr bedeutet. Wichtige Partner sehe ich hier u.a. in unseren Schulen, der Polizei sowie unseren Fahrschulen.

Alle Faktoren, die für Fachkräfte relevant sind, um nach Vechta zu kommen, müssen wir konsequent angehen. Hierzu zählt die Verkehrsanbindung, Kita-Plätze, Öffnungszeiten in Kitas, die Ausstattung der Schulen, attraktives Mietangebot, Bauland für Häuslebauer, ein lebendiges Kulturangebot und eine attraktive Innenstadt. Wir müssen auch weiterhin alles dafür tun, dass wir bekannt sind als attraktive Lebensstadt. Mit großen Konzertveranstaltungen und dem Stoppelmarkt sind wir weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Als Bürgermeister werde ich mich dafür einsetzen, dass wir hier weitermachen und kulturelle Veranstaltung dieser Größenordnung ausbauen. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels ist es wichtig, dass Vechta in der überregionalen Außenwahrnehmung sehr gut dasteht.

Zunächst müssen wir klären, wie wir die Grundstückstausche am Neuen Markt organisieren. Danach setze ich mich dafür ein, dass wir als Verwaltung und Rat mehrheitlich die Rahmenbedingungen festlegen. Hierbei ist für mich wichtig: Verbleib eines zentralen Platzes in der Innenstadt, Bau eines Kaponierplatzes und der Erhalt des Europaplatzes. Im Weiteren ist wichtig zusammenhängende Verkaufsflächen in innenstadtverträglicher Größe als attraktiven Kundenmagnet zu schaffen. Ich stehe für ein attraktives Bürgerplatzkonzept zur Aufwertung des Wochen- sowie Weihnachtsmarktes und will mitten in der Stadt das kulturelle Angebot steigern. Viele wünschen sich mehr öffentliche Toiletten sowie Wickel- und Stillmöglichkeiten, Sitzgelegenheiten und Spielgeräte in der Innenstadt – dies möchte ich für Sie umsetzen.

Von einer belebten Innenstadt profitieren Alt und Jung gleichermaßen. Hierbei steht ein lebendiger Austausch mit allen Beteiligten im Vordergrund.

Stoppelmarkt ist Tradition und gehört unwiderruflich zu Vechta! Auch der traditionelle Stoppelmarktaufkleber mit Jan und Libet ist für viele ein Teil dieser Tradition. Auch wenn es nur eine Kleinigkeit ist: Sollte ich Bürgermeister werden, kommt der „alte“ Aufkleber zurück, versprochen. Das aktuelle Logo für die Briefköpfe und Einladungen bleibt erhalten.